Es ist sicher unbestritten, dass man heutzutage im Geschäftsleben ohne eine eigene Webseite nicht mehr bestehen kann. Dies ist allerdings auch der Grund, weshalb es Hunderte Webseiten von Unternehmen und Anbietern aus derselben Sparte gibt und das eigene Angebot in der Masse der Konkurrenten unterzugehen droht.
Schönheit allein reicht nicht – vorn spielt die Musik
Einen ansprechend gestalteten Online-Auftritt zu besitzen ist die eine Seite der Medaille und je nach Fähigkeit recht einfach zu realisieren. Wenn die Webseite aber nicht von denjenigen gefunden wird, die als Zielgruppe der unternehmerischen Aktivitäten gelten, ist alle Mühe umsonst. In der heutigen Zeit hat es sich eingebürgert, dass nicht nur Menschen, die auf der Suche nach Informationen sind, das Internet nutzen, sondern dass sich auch Kunden, die sich mit einer Kaufabsicht für bestimmte Produkte tragen oder auf der Suche nach einer bestimmten Dienstleistung sind, in den meisten Fällen zuerst einmal online orientieren. Deshalb ist das oberste Ziel eines jeden Webseitenbetreibers, in den Ergebnislisten der Suchmaschinen möglichst prominent platziert zu sein und Besucher auf die eigene Internetpräsenz zu bringen. Eine Webseite muss „hier“ rufen, wenn ein potenzieller Kunde auf der Suche nach der sprichwörtlichen „Stecknadel im Heuhaufen“ in Form einer Information oder eines Artikels ist. Je mehr Besucher den Weg dahin finden, umso höher stehen die Chancen auf Sales und letztendlich Erfolg.
Doch welche Möglichkeiten bieten sich, den Besucherstrom (Traffic) auf die eigne Onlinepräsenz zu leiten? Auf wirtschaft.com erfahren Sie in einer mehrteiligen Serie, welche Taktiken sich anbieten, um entsprechend mehr Traffic auf Blogs und andere Webseiten zu generieren. Wir zeigen die besten und wirkungsvollsten Tipps, mehr Traffic zu generieren.
Tipp 1: Interessante Inhalte schaffen, die eine hohe Verweildauer garantieren und zum Verlinken anregen
Gestalten Sie Ihre Inhalte und Informationen interessant, abwechslungsreich und fesselnd. Hier kommt das mittlerweile schon „geflügelte“ Wort: „Content ist King“ zum Tragen. Gute Inhalte ziehen User an, erhöhen die Verweildauer der Leser auf der Webseite und sorgen für wiederkehrende Besucher. Natürlich werden diese interessanten Inhalte auch verlinkt und weitergetragen. Versuchen Sie Ihre Informationen gezielt einzusetzen und nutzen Sie die Chance, einflussreiche Blogs und Usergruppen, die als Verteiler einzubinden. Dabei sollten Sie nicht nur Artikel schreiben, sondern die Informationen auch entsprechend aufbereiten und untermalen. Geeignet sind dafür z.B. Infografiken, Tabellen, Checklisten, Bilder und Videos um die diese aufzubereiten. Versuchen Sie den Nerv Ihrer Zielgruppe zu treffen, aber in einem verständlichen Stil, damit die Informationen auch von „uneingeweihten“ Besuchern verstanden werden und vielleicht deren Interesse geweckt wird. Vermeiden Sie aber unbedingt, Inhalte zu kopieren, sondern sorgen Sie für wirklich einzigartigen „unique“ Content, der der Leserschaft einen wirklichen Mehrwert bietet.
Nur wirklich interessante Inhalte werden auch gern mit anderen Usern geteilt und die Website weiter verlinkt. Achten Sie also unbedingt darauf, Ihre Website oder Ihren Blog regelmäßig mit neuen, interessanten Inhalten zu füttern, denn das Netz lebt von der Vielfalt, vor allem aber auch der Aktualität der Angebote. Regelmäßige und gut recherchierte Beiträge locken auch regelmäßige Besucher an, die die Inhalte gerne weitertragen und auf anderen Websites verlinken.
Tipp 2: Beteiligen Sie sich in den Communities, in denen Ihre Zielgruppe zu finden ist
Um dies umzusetzen, ist es zunächst von größter Wichtigkeit, die Zielgruppe genau zu definieren, um sich auch dort einzubringen, wo sich die Mehrzahl der anvisierten User aufhält. Es gilt klare Kriterien anhand der demografischen Fakten und Interessen zu schaffen, um den Ort, bzw. die Gruppe zu finden, wo Ihre Angebote im Idealfall offene Ohren und dankbare Abnehmer finden. Bringen Sie sich in Diskussionsforen und Communities ein und zeigen Sie Kompetenz auf Ihrem Gebiet.
Richten Sie sich Accounts in den entsprechenden Foren ein, verfolgen Sie zunächst aufmerksam das Geschehen und kommentieren Sie oder stellen Sie Fragen zu bestimmten Themen. Beantworten Sie Fragen, zeigen Sie Kompetenz, aber vermeiden Sie in jedem Falle „Spam-Kommentare“ oder reine Werbeposts, wie:“Toller Beitrag, hier meine Seite…, Schaut doch mal vorbei!“
Auch wenn es widersinnig klingt, verwenden Sie in Kommentaren mit Link das rel=“nofollow“ – Attribut. Zum einen gehören „nofollow-Links“ zu einer organisch gewachsenen Linkstruktur und zum anderen wirkt solch ein Kommentar nicht „spammig“. Abgesehen davon akzeptieren manche Foren von Hause aus keine „follow-Links“. Der Nutzen ist zwar nicht gleich offensichtlich, aber wenn Sie einen fachkundigen Kommentar in einem anderen Blog oder auf einer Website hinterlassen, wird der Link zwar nicht von Suchmaschinen verfolgt, jedoch können andere Leser den Link anklicken. Es erhöht sich somit die Chance, die Reichweite zu steigern. Wenn dann noch gut gepflegter Content mit interessanten Berichten geboten wird, werden sich mit der Zeit immer mehr User die Seite bookmarken oder andere Blogger Ihre Seite verlinken.
Tipp 3: Gestalten Sie Ihre Bloginhalte suchmaschinenfreundlich
Es ist ja kein Geheimnis, dass Suchmaschinen die Hauptquelle für Traffic sind. Aus diesem Grund ist es natürlich ausgesprochen wichtig, die eigenen Beiträge so zu verfassen, dass Sie von den Crawlern der Suchmaschinen entsprechend erfasst und wie gewünscht indiziert werden können. In der Regel ist dies relativ einfach umzusetzen, zumal Blogs, die beispielsweise auf der WordPress-Plattform aufgebaut sind, schon eine Reihe von optimierten Funktionen besitzen, bzw. durch entsprechende Plugins angepasst werden können. Auch hier gilt die bekannte 80/20-Regel von Pareto, die besagt, dass 20% des Aufwandes für 80% des Nutzens verantwortlich sind. Als Blog- oder Webseitenbetreiber gilt es vor allem, auch bei der Gestaltung der Texte auf Erfordernisse von Suchmaschinen einzugehen. Und dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Inhalte trotzdem leserfreundlich bleiben und nicht als reine Keyword – Auflistungen und für Suchmaschinen gemacht, erscheinen. Allerdings sollten Sie nicht versäumen, aussagekräftige Titel und Zwischenüberschriften und Tags zu vergeben und auch Bilder mit entsprechenden Titeln und Alt-Text, sowie Beschriftungen zu versehen. Auf zahlreichen Websites wird erklärt, was alles notwendig ist, um Inhalte SEO-freundlich zu gestalten und auch auf wirtschaft.com werden Sie künftig verschiedene Tipps und Tricks zu diesem interessanten Bereich finden.
Tipp 4: Nutzen Sie Social Media, wie Twitter, Facebook um Inhalte zu teilen und neue Verbindungen zu knüpfen
Die Macht der sozialen Medien ist mittlerweile eine anerkannte Größe und Portale wie Twitter, Facebook, Google+ und in letzter Zeit verstärkt auch Pinterest gelten als verlässliche Besucherquellen. Hier werden Interessante Inhalte geteilt und kommentiert. Hier kann man genau die Zielgruppe ansprechen und aus den Reaktionen sehr schnell ableiten, ob man auf der richtigen Welle schwimmt, oder einfach nur dahintreibt. Mithilfe zahlreicher Tools lässt sich zuverlässig messen, wie Ihr Angebot aufgenommen wird, welche Wünsche und Interessen Ihre Zielgruppe hat. Richten Sie sich deshalb je nach Erfordernis, neben einem privaten Account einen Brandaccount ein. Nutzen Sie die Möglichkeit, diese Accounts zu personalisieren und mit Leben zu erfüllen. Regen Sie hier zu Diskussionen an und bringen Sie sich ins Gespräch. Versuchen Sie Automatismen zu schaffen, indem Sie neue Beiträge auf Ihrem Blog automatisch über Twitter, Google+ und Facebook bekannt machen und sich mit Ihren Inhalten in Erinnerung bringen.
Tipp 5: Installieren Sie Tools, wie Google Analytics und beobachten Sie die Ergebnisse und Auswertungen regelmäßig
Um unseren Traffic regelmäßig analysieren zu können, empfiehlt sich die Installation von Google Analytics. Hier kann man sich kostenlos registrieren, bekommt einen Tracking Code, den man auf der Website installiert und hat somit die Möglichkeit, das Verhalten der Besucher zu monitoren. Dabei erfährt der Webseitenbetreiber nicht nur, welche Seiten besucht wurden, wie lange die User auf der Seite zu Gast waren, vor allem aber woher die Besucher kamen und mit welchen Suchbegriffen sie auf unsere Seite gekommen sind. Dabei ist beispielsweise feststellbar, von welchen Websites die meisten Besucher kommen, so dass erkennbar wird, was die Besucher veranlasst, unseren Internetauftritt zu besuchen. So lassen sich gut besuchte Seiten erkennen und weiter ausbauen während man sich den Aufwand für weniger effektive Unterseiten entweder spart oder diese entsprechend verändert. Besonders wichtig ist natürlich, dass die Auswertung der Ergebnisse von Google Analytics regelmäßig erfolgt.
Tipp 6: Nutzen Sie eigene Grafiken, Bilder und Illustrationen
Integrieren Sie in Ihre Artikel eigene Grafiken, Bilder oder Illustrationen. Bringen Sie außergewöhnliche Inhalte ein, die andere User interessieren und zu deren Verbreitung animieren. Erlauben Sie ausdrücklich die kostenlose Weiternutzung, stellen Sie jedoch die Bedingung, dass für die Nutzung ein Backlink auf Ihre Seite gesetzt wird.
Nicht jeder, der Ihre Bilder weiternutzt, wird dieser Bitte nachkommen, jedoch sind Einige sicher gern bereit, einen Link oder eine Quellenangabe einzufügen.
Übrigens besteht auch die Möglichkeit, über die Google Bildersuche festzustellen, wer diese ohne Quellenangabe oder Backlink nutzt. Mancher reagiert dann auch nach einem kleinen Denkanstoß per E-Mail und setzt nachträglich einen Link. Auf diese Art ist auch schon manch lukrativer Kontakt zustande gekommen
Tipp 7: Nutzen Sie auch beim Schreiben der Beiträge die Ergebnisse der Keyword Suche
Bevor Sie ein Projekt im Internet starten gehört die Keyword-Recherche zu den grundlegenden Voraussetzungen, um zu wissen, mit welchen begriffen die potenzielle Zielgruppe nach unseren Angeboten suchen könnte.
Dafür lässt sich das kostenlose Google Keyword Tool verwenden. Nach Eingabe der gewünschten Keywords bekommt man Angaben über das entsprechende Suchvolumen, sowie Vorschläge für Alternativen, die von Usern eher genutzt werden. Dabei kommen nicht nur einzelne Wörter, sondern auch Wortgruppen (Longtail-Keywords) in Frage. Anhand der Google-Suche lässt sich dann noch die feststellen, wievie Konkurrenz ein Suchbegriff im Netz hat.
Behalten Sie die Ergebnisse der Keyword-Recherche auch beim Schreiben von Beiträgen und Artikeln immer im Blick. Besonders beim Titel und den Zwischenüberschriftensollten die anhand der Analyse gewählten Suchbegriffe immer wieder auftauchen. Im Text selbst gilt es dann die bevorzugten Suchbegriffe so einzubauen, dass die Suchmaschine deren Relevanz erkennt. Dies geschieht unter anderem durch Fettungen oder Kursivschreibweise im Text, Links in denen Keywords enthalten sind, wobei spätestens seit dem letzten Penguin-Update weitgehend Übereinstimmung besteht, dass man nicht unbedingt gut beraten ist, stets nur genau das Keyword als Anchortext für Links zu nutzen, sondern eher aus dem Zusammenhang mit Wortgruppen arbeiten sollte.
Achten Sie deshalb auch unbedingt darauf, interessant, abwechslungsreich und natürlich zu schreiben, ohne ständig Keywords zu wiederholen, denn das nervt nicht nur den Leser, sondern fällt auch Suchmaschinen auf. Google ist mittlerweile sehr gut in der Lage, Manipulationen zu erkennen und geht oftmals auch recht restriktiv gegen manipulierte Websites vor.
Im nächste Teil unserer Reihe werden wir dann unter anderem auf die Möglichkeiten der Interaktion mit anderen Webseiten eingehen, und darstellen, wie man das „Geben und Nehmen“ im Netz organisiert, denn gerade bei der Generierung von Traffic die Interaktion ein wichtiger Punkt.
Tipp 8: Referenzieren Sie auf eigene und fremde Beiträge, wenn es sich in einem Post anbietet
Das Web ist keine statische Angelegenheit. Man spricht miteinander und voneinander oder übereinander. Man bezieht sich auf interessante Inhalte anderer, aber man kann sich auch in seinen Beiträgen auf eigene bereits bestehende Artikel und Aussagen berufen. Diese Referenzen erfolgen im Web durch Links, die auf passende eigene wie auch fremde Inhalte verweisen. Dabei spielen gerade ausgehende Links auf interessante Websites eine wichtige Rolle. Hier gilt einmal mehr der biblische Spruch: „Geben ist besser als Nehmen!“ Viele Webmaster nutzen die Möglichkeit, sich durch ihr System oder Google Alerts über eingehende Links auf deren Website informieren zu lassen, um sich dann umzusehen, wer auf ihre Seite Bezug nimmt oder über sie spricht. Dadurch erntet man schnell selbst Aufmerksamkeit und Traffic. Nicht selten ergibt sich aus solchen Verbindungen auch der eine oder andere Backlink, wenn eigene Inhalte auf Interesse stoßen.
Tipp 9: Beteiligen Sie sich auch an anderen Social Sharing Communities
Social Media besteht nicht nur aus Facebook, Twitter und Google+, sondern es existieren zahlreiche weitere Portale, Communities und Plattformen mit den verschiedensten Ausrichtungen und Themen, auf denen User miteinander interagieren. Dazu gehören auch Bookmarkportale wie Mister Wong, die die Möglichkeit bieten, URLs als Lesezeichen zu speichern, um selbst überall darauf zuzugreifen, reine Newsportale, Foren zu allen möglichen und unmöglichen Themen und Communities die die unterschiedlichsten Interessengruppen vereinen – es gibt unzählige Gelegenheiten, sich mit eigenen Gedanken einzubringen und andere auf interessante Webangebote aufmerksam zu machen. Viele dieser Social Sharing Communities, wie Pinterest, Reddit, Tumblr oder StumbleUpon verzeichnen monatlich millionenfache Aufrufe. Nutzen Sie also diese Vielfalt, um Ihre Angebote einer breiten Masse von Usern bekannt zu machen. Allerdings ist hier unbedingt von reinen Spam-Kommentaren abzusehen, denn diese könnten schnell ins Gegenteil umschlagen. Versuchen Sie also, sich in die einzelnen Themen der Communities hineinzuversetzen und beteiligen Sie sich konstruktiv an den Diskussionen, wobei man durchaus auch einmal dezent auf eigene Beiträge hinweisen kann. So werden Sie schnell Aufmerksamkeit erringen und ganz nebenbei Traffic auf die eigene Seite lenken.
Gleichzeitig findet man hier auch ausgezeichnete Anregungen für Beiträge auf der eigenen Website, denn man bekommt ein Gefühl dafür, was die Internetgemeinde bewegt und was bei der Zielgruppe ankommen könnte.
Tipp 10: Nutzen Sie die Möglichkeit für Gastbeiträge auf anderen Blogs und bitten Sie andere Blogger um Artikel für Ihre Site
Eine äußerst effektive Methode, Traffic zu generieren, sind mit Mehrwert versehene Gastbeiträge, die man auf starken und themenrelevanten Seiten zu veröffentlichen versucht und die mit ausgewählten Backlinks versehen werden. Durch Gast-Blogging machen Sie auf sich als Autor, aber auch auf Ihre Website aufmerksam und regen andere User zum Besuch an. Bieten Sie im Gegenzug auch anderen Bloggern die Möglichkeit, bei Ihnen zu veröffentlichen. Dies bringt nicht nur mehr Farbe in den Blog, sondern kann unter Umständen auch zu spannenden Diskussionen anregen und damit für Traffic und Backlinks sorgen.
Wichtig ist dabei, Seiten zu finden, die thematisch zu Ihrem eigenen passen und die bereits über eine recht gute Reputation verfügen. Nicht immer gelingt es sofort, als Gastautor anzukommen, jedoch sollte dies nicht entmutigen. Nutzen Sie alle sich bietenden Möglichkeiten der Blogsuche, um entsprechende Partner für eine Zusammenarbeit zu finden. Dabei ist nicht nur die Google-Blogsuche recht hilfreich, sondern auch über Facebook, Twitter & Co, Portale wie MyBlogGuest oder über spezielle Blogsuchmaschinen oder Blogverzeichnisse, die gleichzeitig detaillierte Auskunft über das Profil der möglichen Partner bieten.
Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten, durch Interaktion mit anderen Usern und auf verschiedenen Portalen für mehr Traffic zu sorgen. Einige davon werden wir im nächsten Teil noch einmal näher beleuchten. Dort finden sich dann auch Informationen über die Rolle von Design und Usability auf das Verhalten der Besucher.